Grundsteuer 2025/26: in diesen Großstädten ist der Hebesatz am stärksten gestiegen
Viele Großstädte haben ihre Hebesätze für 2025 und 2026 neu festgesetzt. Diese Übersicht zeigt die stärksten Anstiege der Grundsteuer B unter den Städten ab 100.000 Einwohnern, auf Basis geprüfter amtlicher Quellen. Jede Stadt in der Tabelle verlinkt auf ihre Detailseite mit Verlauf und Rechner.
Die stärksten Anstiege im Überblick
Die Tabelle vergleicht den jeweils neuesten bestätigten Hebesatz der Grundsteuer B mit dem zuletzt davor geltenden Wert. Grundlage sind die amtliche Statistik sowie von unserer Redaktion geprüfte Haushaltssatzungen und Stadtquellen. Den Stand für insgesamt 98 Gemeinden mit aktuellen 2025er- oder 2026er-Werten finden Sie in der Hebesatz-Tabelle.
| Stadt | Land | vorher | aktuell | Anstieg (Punkte) |
|---|---|---|---|---|
| Duisburg | Nordrhein-Westfalen | 886 % (2025) | 1.169 % (2026) | +283 |
| Essen | Nordrhein-Westfalen | 655 % (2025) | 925 % (2026) | +270 |
| Hannover | Niedersachsen | 700 % (2024) | 900 % (2025) | +200 |
| Oberhausen | Nordrhein-Westfalen | 727 % (2025) | 922 % (2026) | +195 |
| Neuss | Nordrhein-Westfalen | 610 % (2025) | 800 % (2026) | +190 |
| Dortmund | Nordrhein-Westfalen | 625 % (2025) | 800 % (2026) | +175 |
| Krefeld | Nordrhein-Westfalen | 506 % (2025) | 680 % (2026) | +174 |
| Kaiserslautern | Rheinland-Pfalz | 610 % (2024) | 775 % (2025) | +165 |
| Herne | Nordrhein-Westfalen | 830 % (2024) | 990 % (2025) | +160 |
| Ingolstadt | Bayern | 475 % (2025) | 630 % (2026) | +155 |
| Braunschweig | Niedersachsen | 600 % (2024) | 750 % (2025) | +150 |
| Bottrop | Nordrhein-Westfalen | 619 % (2025) | 761 % (2026) | +142 |
| Göttingen | Niedersachsen | 600 % (2024) | 735 % (2025) | +135 |
| Regensburg | Bayern | 395 % (2024) | 510 % (2025) | +115 |
| Aachen | Nordrhein-Westfalen | 525 % (2024) | 637 % (2025) | +112 |
Achtung
Ein höherer Hebesatz bedeutet nicht automatisch einen gleich hohen Anstieg Ihres Betrags. Durch die Neubewertung kann Ihr Messbetrag gesunken oder gestiegen sein. Rechnen Sie mit dem Grundsteuer-Rechner nach, was der neue Hebesatz für Sie bedeutet.
Warum gerade jetzt so viele Erhöhungen?
Seit dem 1. Januar 2025 gilt die neue Grundsteuer. Die Gemeinden mussten ihre Hebesätze neu festsetzen, um das Aufkommen zu halten, und viele Kommunen stehen zugleich unter Haushaltsdruck. Was dahinter steckt, lesen Sie im Überblick zur Grundsteuerreform und auf der Seite zur Erhöhung 2026. In mehreren Städten Nordrhein-Westfalens spielten zusätzlich die 2025 eingeführten und teils wieder abgeschafften differenzierten Hebesätze eine Rolle.
Ist Ihre Stadt dabei, prüfen Sie Ihren Bescheid mit der Checkliste. Gegen den Hebesatz selbst hilft ein Einspruch beim Finanzamt nicht, siehe Hebesatz-Erhöhung: was Sie tun können.
Häufige Fragen
Aus der amtlichen Realsteuer-Statistik und aus geprüften Quellen der Städte, etwa Haushaltssatzungen und Amtsblättern. Auf jeder Stadtseite steht die Quelle mit Datum. Werte ohne amtliche Bestätigung nehmen wir nicht auf.
Nicht unbedingt. Ihr Betrag ist Messbetrag mal Hebesatz. Weil die Messbeträge durch die Reform neu berechnet wurden, kann Ihr Betrag stärker oder schwächer steigen als der Hebesatz, in Einzelfällen sogar sinken.
Die Tabelle zeigt nur Städte ab 100.000 Einwohnern mit einem geprüften neuen Hebesatz und einem Vergleichswert. Den Stand für jede andere Gemeinde finden Sie über die Suche oder in der Hebesatz-Tabelle.
Ja. Gemeinden können den Hebesatz bis zum 30. Juni eines Jahres rückwirkend zum Jahresbeginn festsetzen. Wir aktualisieren die Werte, sobald amtliche Quellen neue Beschlüsse bestätigen.