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Grundsteuer buchen: das richtige Konto in SKR 03 und SKR 04

Von der Redaktion von meinegrundsteuer.de · Veröffentlicht am 22. Juli 2026 · Aktualisiert am 22. Juli 2026

Kurz erklärt

Die Grundsteuer für ein Betriebsgrundstück buchen Sie im SKR 03 auf das Konto 2375 (Grundsteuer), im SKR 04 auf das Konto 7680 (Grundsteuer). Gebucht wird sie als sonstige betriebliche Steuer, Gegenkonto ist die Bank. Private Vermieter ohne Buchführung tragen die Grundsteuer stattdessen als Werbungskosten in der Anlage V ein.

Wer ein betrieblich genutztes Grundstück besitzt oder als gewerblicher Vermieter Bücher führt, bucht die Grundsteuer als laufenden Aufwand. Die DATEV-Standardkontenrahmen SKR 03 und SKR 04 sehen dafür jeweils ein eigenes Konto vor. Dieser Beitrag zeigt die Kontonummern, ein Buchungsbeispiel und die Abgrenzung zur privaten Vermietung. Er ersetzt keine Steuerberatung.

Das richtige Konto: 2375 im SKR 03, 7680 im SKR 04

Im SKR 03 wird die Grundsteuer auf das Konto 2375 (Grundsteuer) gebucht, im SKR 04 auf das Konto 7680 (Grundsteuer). Beide Konten gehören zum Bereich der sonstigen Steuern: Die Grundsteuer ist eine Betriebssteuer und mindert als Aufwand das Ergebnis. Im SKR 03 liegt das Konto damit nicht bei den Raumkosten der Kontenklasse 4, wo etwa Miete und Nebenkosten stehen, sondern im Steuerbereich der Kontenklasse 2. In der Gewinn- und Verlustrechnung erscheint die Grundsteuer unter den sonstigen Steuern.

Buchhaltungsprogramme wie DATEV, Lexware, lexoffice oder sevdesk arbeiten mit denselben Standardkontenrahmen. Prüfen Sie trotzdem Ihren konkreten Kontenplan: Kanzleien und Unternehmen passen die Kontenrahmen oft individuell an, und in manchen Programmen ist das Konto nicht in jeder Standardansicht sichtbar.

Achtung

Kontenrahmen werden jährlich aktualisiert und individuell angepasst. Gleichen Sie Kontonummern deshalb mit dem aktuellen DATEV-Kontenrahmen Ihrer Softwareversion ab oder fragen Sie Ihre Steuerkanzlei, bevor Sie dauerhaft buchen.

Buchungsbeispiel

Die Gemeinde zieht die Grundsteuer in der Regel vierteljährlich ein, jeweils zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November (§ 28 GrStG). Angenommen, für Ihr Betriebsgrundstück werden am 15. August 300 Euro fällig (Beispielbetrag). Der Buchungssatz im SKR 03 lautet dann:

Konto Bezeichnung Soll Haben
2375 Grundsteuer 300,00 €
1200 Bank 300,00 €

Im SKR 04 buchen Sie denselben Vorgang auf das Konto 7680, Gegenkonto ist wieder das Bankkonto Ihres Kontenrahmens. Ein Vorsteuerabzug entfällt, denn auf die Grundsteuer wird keine Umsatzsteuer erhoben. Die Termine und Kleinbetragsregeln erklärt die Seite zur Fälligkeit der Grundsteuer.

Gut zu wissen

Auf Antrag können Sie die Grundsteuer einmal jährlich am 1. Juli zahlen (§ 28 Abs. 3 GrStG). Das macht aus vier Buchungen eine. Der Antrag muss bis zum 30. September des Vorjahres gestellt werden.

Betrieblich oder privat: wer überhaupt bucht

Gebucht wird nur im betrieblichen Bereich, also bei Grundstücken im Betriebsvermögen, bei gewerblichen Vermietern und bei Gesellschaften mit Buchführungspflicht. Hier ist die Grundsteuer eine abziehbare Betriebsausgabe. Private Vermieter führen dagegen keine Konten: Sie tragen die Grundsteuer als Werbungskosten in der Anlage V ein. Für selbst genutzte Privatimmobilien ist die Grundsteuer grundsätzlich nicht abziehbar; die Einzelheiten erklärt die Seite Grundsteuer absetzen.

Nicht verwechseln: Die einmalige Grunderwerbsteuer beim Kauf ist keine laufende Betriebssteuer. Sie gehört in der Regel zu den Anschaffungskosten des Grundstücks und wird nicht auf das Grundsteuerkonto gebucht.

Verhältnis zur Umlage auf Mieter

Legen Sie die Grundsteuer als Vermieter über die Betriebskostenabrechnung um, ändert das an der Buchung zunächst nichts: Sie buchen den vollen Betrag als Aufwand auf 2375 beziehungsweise 7680. Die Vorauszahlungen und Abrechnungsbeträge Ihrer Mieter erfassen Sie getrennt als Einnahmen, sie werden nicht mit dem Steuerkonto verrechnet. So bleibt nachvollziehbar, was an die Gemeinde geflossen ist und was die Mieter erstattet haben. Ob die Grundsteuer umlagefähig ist und wie die Verteilung läuft, zeigt die Seite Grundsteuer auf Mieter umlegen. Den Verteilerschlüssel prüfen Sie mit dem Umlage-Rechner.

Häufige Fragen

Auf das Konto 2375 (Grundsteuer). Es liegt im Steuerbereich der Kontenklasse 2, nicht bei den Raumkosten der Klasse 4. Gegenkonto ist in der Regel die Bank, im SKR 03 also das Konto 1200. Umsatzsteuer fällt nicht an, ein Vorsteuerabzug entfällt deshalb. Prüfen Sie bei individuell angepassten Kontenplänen, ob die Nummer bei Ihnen abweicht.

Im SKR 04 buchen Sie die Grundsteuer auf das Konto 7680 (Grundsteuer). Es gehört zu den sonstigen Steuern und erscheint in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend. Der Buchungssatz ist derselbe wie im SKR 03, nur mit anderer Kontonummer: Grundsteuer an Bank. Auch hier gilt: Individuelle Kontenpläne können abweichen.

Ja, wenn das Grundstück betrieblich genutzt wird oder zum Betriebsvermögen gehört. Dann mindert die Grundsteuer als sonstige betriebliche Steuer den Gewinn. Bei privater Vermietung ist sie keine Betriebsausgabe, sondern zählt zu den Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung. Für selbst genutzte Privatimmobilien ist sie grundsätzlich nicht abziehbar.

Ohne Buchführung und ohne Kontenrahmen: Private Vermieter tragen die gezahlte Grundsteuer als Werbungskosten in der Anlage V der Einkommensteuererklärung ein. Ein SKR-Konto brauchen sie dafür nicht. Wird die Grundsteuer über die Nebenkosten auf die Mieter umgelegt, sind die Umlagen zugleich als Einnahmen aus Vermietung anzugeben.

Getrennt. Sie buchen die volle Grundsteuer als Aufwand auf das Konto 2375 beziehungsweise 7680. Die Beträge, die Ihre Mieter über Vorauszahlungen und Abrechnung erstatten, erfassen Sie als Einnahmen und verrechnen sie nicht mit dem Steuerkonto. So bleibt die Zahlung an die Gemeinde von den Erstattungen der Mieter sauber getrennt und die Abrechnung nachvollziehbar.

Nein. Die Grunderwerbsteuer fällt einmalig beim Kauf an und gehört in der Regel zu den Anschaffungskosten des Grundstücks. Sie wird also aktiviert und nicht als laufender Steueraufwand gebucht. Das Grundsteuerkonto 2375 (SKR 03) beziehungsweise 7680 (SKR 04) ist allein für die laufende, jährlich wiederkehrende Grundsteuer gedacht.

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